Donnerstag, 25. November 2010

Spielbericht 1.FC Union Berlin - Fortuna Düsseldorf

19.11.2010
13. Spieltag 2.Bundesliga
Ergebniss 1 : 0
Zuschauer: 14.309 (ca. 1500 Gäste)
Tore: 1 : 0 Mattuschka (64.)

Union gegen Fortuna oder Ost gegen West, zwei der wohl traditionsreichsten Vereine der 2. Bundesliga treffen aufeinander. Für mich Grund genug, am Freitag nach Köpenick zu fahren. Zusammen mit Sündenbock machte ich mich 14 Uhr auf den Weg in die Wuhlheide. Dank des Feierabendverkehrs erreichten wir erst gegen 17 Uhr Berlin, dafür gestaltete sich die Parkplatzsuche einfach. Auf dem Weg zum „Stadion an der Alten Försterei“ gingen mir Gedanken durch den Kopf wie: „Wird heute Abend Pyrotechnik gezündet?“ oder „Wie viele Gäste reisen an?“ Ich nehme es vorweg, kein Pyro an diesem Abend, dafür war der Gästeblock brechend voll. Das Stadion war von Weitem schon gut zu erkennen und wir freuten uns riesig auf das Spiel. Immerhin spielten beide Teams gegen den Abstieg. Vorbei am Gästeblock die ersten Düsseldorfer erspäht, was uns hoffen ließ, heute einen guten Gästeauftritt zu erleben. Die Eintrittskarten hatten wir uns vorneweg schon gesichert und so ging es für 14,11€ in den Sektor 3 (Gegengerade). Die Einlasskontrollen waren ganz lässig und ohne Probleme, davon könnte sich die Mainzer Security eine Scheibe abschneiden. Das Stadion überzeugte mich vollkommen, viele Stehplätze und ein breit gefächertes Publikum. Da war einfach alles vertreten, vom Opa mit Sohn und Enkel, bis hin zum zwei Meter Hooliganmonster. Hier fühlte ich mich wohl und als dann auch noch die komplette Waldseite mit Singen anfing, lachte mein Herz. Fortuna füllte den ganzen Gästeblock und machte immer wieder auf sich aufmerksam. Doch gegen die Masse an Heimfans, vor allem wenn die Waldseite mitzog, hatten sie keine Chance. Das Wuhlesyndikat heute laut am Singen und Pöbeln und auch der Fahneneinsatz konnte sich sehen lassen. Allerdings waren die Melodien und Texte sehr einfach und daher massenkompatibel. Auf dem Rasen war heute gut etwas los, 6 gelbe Karten verteilte Schiedsrichter Deniz Aytekin heute. Torchancen hatten beide Teams genug, nur nutzte Union seine besser. In der 64. Minute schoss Mattuschka das einzige Tor des Spiels, zugleich der Siegtreffer. Daraufhin stand das ganze Stadion Kopf. Die Gästefans waren fortan nicht mehr zu hören. Nach dem Schlusspfiff sah man die Freude und Erleichterung in den Gesichtern der Unioner über die 3 Punkte. Nach der Siegerrunde der Heimmannschaft verließen wir die neue „Alte Försterei“ und ich verabschiedete mich von meinem Begleiter. Auf der Rücktour zog ich ein positives Fazit: Schönes, neues Stadion, welches mit Leben gefüllt wurde, keine nervige Halbzeitshow und ganz faire Preise für diese Liga. Negativ anzumerken ist leider der Sexismus (http://www.f-in.org/kurios_und_aergerlich.php) in der Fankurve und das Tragen von „Thor Steinar“ bei einzelnen Besuchern. Trotzdem ein ganz netter Ausflug mit schönen Erinnerungen und die zwei Stunden Heimfahrt waren auch kein Problem.
Fotoquelle: Baba


Baba (der Numider im Ausguck)
Green Bastards Chemie Leipzig


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