Freitag, 14. Januar 2011

Spielbericht Hallunken – SV Babelsberg 03

14.01.2011
Testspiel
Ergebnis 4 :3
Zuschauer: 150 (10 Gäste)
Tore: 1:0 Lekavski (14.), 2:0 Lekavski (37.), 2:1 Herrem (40.), 3:1 Lekavski (42.), 4:1 Benes (49.), 4:2 Surma (71.), 4:3 Paul (73.)

Dank „ABM“ (Arbeiten bis Mittag) war es mir möglich, an einem Freitag nach Halle/S. zu fahren, um mir das Testspiel von NullDrei gegen die Hallunken anzugucken. Von Leipzig-Leutzsch aus machten wir (2x Leipzig, 1x Babelsberg) uns gegen 12 Uhr auf den Weg in die kreisfreie Stadt Halle. Das Navigationsgerät lotste uns sicher durch die Innenstadt, vorbei an rumänischen Kulturdenkmälern zum Stadion am BIZ, das bis zum Ende der Saison die Heimstädte des H*C ist. Danach soll es wieder in das für 17,5 Mio € sanierte Kurt-Wabbel-Stadion gehen. Das heutige Testspiel fand auf einem Kunstrasenplatz neben dem Stadion statt, da durch den Dauerregen der letzten Tage das Hauptfeld unbespielbar war. Für 3 € gewährte man uns Einlass, was ein fairer Preis war. Nach einer kurzen Stärkung begaben wir uns zum Spielfeld, das nur von einem Stahlzaun umrandet war. Sofort fiel mir die Flutlichtanlage auf, was die Frage aufkommen lässt: „Warum kein Testspiel mit Flutlicht?“ Befürchtete der Verein einen größeren Sicherheitsaufwand, wenn mehr Gäste angereist wären? Die Stadionumgebung wurde durch allerhand heruntergekommene Plattenbauten dominiert, was mich ganz stark an Nordkorea erinnerte. Leider konnte ich keine Statue vom großen Führer Kim Jong-il erspähen. Hinter der Saalefront-Auswärtszaunfahne sammelten sich heute 20 Leute, die aber keinen Support darboten. Das Spiel begann rasant und körperbetont, was unter anderem dazu führte, dass es bereits in der 7. Minute einen Foulelfmeter für Halle gab. Kanitz schoss ihn jedoch in die Hände von Zacher. Halle spielte offensiver und belohnte sich in der 14. Minute und der 37. Minute mit zwei Toren durch Lekavski. Nur drei Minuten später schoss Herrem den Anschlusstreffer, welcher wiederum zwei Minuten später mit dem dritten Tor für Halle durch Lekavski beantwortet wurde. In der Halbzeitpause amüsierten wir uns über die einheimischen Fans, die uns das ganze Spiel über musterten, aber nicht zuordnen konnten. Zu erwähnen bleibt mir nur der Teenager neben uns, der sich HASS auf die rechte Hand tätowieren lassen hatte. Generell kann man einen Großteil der anwesenden Heimfans als „nationalbewusst“ einordnen. Die 2. Halbzeit begann nach nur fünf Minuten Pause. Babelsberg macht nun deutlich mehr Druck, dennoch klingelte es erneut im Tor der Gäste. Nach einem erneuten Foulelfmeter war Benes der glückliche Torschütze, der den Ball beim dritten Versuch über die Torlinie mogelte. Torwart Unger, der in der 46. Minute für Zacher eingewechselte worden war, konnte nach der ersten Parade das 4:1 nicht verhindern. Babelsberg nutzte im weiteren Spielverlauf seine Chancen besser und könnte noch in der 71. Minute durch Surma und der 73. Minute durch Paul zwei Tore erzielen. Jedoch reichte es heute nur für ein 4:3. Defizite zeigte die Mannschaft bei Standardsituationen, wo Halle eindeutig besser war. Dennoch ein ganz ansehnliches Spiel. Auf dem Heimweg outeten wir uns noch als Anhänger des SV Babelsberg 03 und verließen über die „8 Mile“ eine der hässlichsten Städte dieses Landes.

Sektion Leipzig 1903

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