Montag, 4. April 2011

Spielbericht Kickers Markkleeberg II – BSG Chemie Leipzig

03.04.2011
20.Spieltag 1.Kreisklasse Staffel 1
Ergebnis: 1 :3
Zuschauer: ca. 850 (ca. 500 Gäste)
Tore: 1:0 Christian Freyer (14.), 1:1 Sven Schlüchtermann (43.), 1:2 Marco Blanc (60.), 1:3 Sven Schlüchtermann (72.)


Es fällt mir wieder mal schwer, das erlebte in Worte zufassen. Aber der letzte Sonntag war der absolute Wahnsinn. Man kann es nicht erklären, was uns antreibt und motiviert durch die Kreisliga zu touren. Nur um unsere geliebte BSG spielen zusehen. Am besten fange ich von vorne an.
 
Mit der Straba ging es vom Connewitzer Kreuz aus, Richtung Markkleeberg. Eingequetscht wie die Sardinen in der gleichnamigen Büchse, bei gefühlten 50 Grad und mit einem durchgeknallten Bahnfahrer. Machten die Anreise zu einem besonderen Erlebnis. Geschlossen lief der Mob zum Stadion, wobei natürlich reichlich akustische und pyrotechnische Erzeugnisse verbraucht wurden. Eintritt wurde nicht bezahlt, wir bezahlen nie! Der Zentralsportpark Markkleeberg, oder auch als Camilo Ugi Sportpark bekannte Objekt kenne ich noch aus FC Sachsen Zeiten. Damals im Pokal „huste“. Ein schicker spät sozialistischer Bau aus dem Jahre 1989. Der aktive Teil der Szene macht sich auf der überdachten Geraden breit, ich setzte mich heute ausnahmsweise etwas Abseits. Der Zaun war gut beflaggt und der Mob fing an sich warm zu singen. Der größte Teil in Organgenen Wende-Bomberjacken und Jogginghosen, als hätte man die Zeit um 15 Jahre zurück gedreht. Zum Intro gab es Bengalisches Feuer und Rauch zu bestaunen. Die Kickers starteten gut und erzielten bereits in der 14. Minute das 1 zu 0. Doch unsere Jungs erkämpften sich denn Ausgleich in der 43. Minute. Sven Schlüchtermann war der glückliche Torschütze, ein entschlossener Kämpfer dieser Junge! Der Block drehte nun völlig durch. Wieder Pyrotechnik im Einsatz und einige Fans im Block sangen mit einer Leidenschaft, die ich sonst nur von Videos aus Südamerika her kannte. In der Halbzeitpause wechselte ich meinen Sitzplatz, weil es sich in der Frühlingssonne kaum aushalten ließ. Die zweite Hälfte vom Spiel wurde weiter sehr kämpferisch ausgetragen und Markkleeberg spielte immer defensiver. Die Quittung gab es dafür in der 60. und 72. Minute. Wer von uns hätte gedacht das wir heute in Rückstand geraten und dann doch noch drei Tore erzielen. Zum ende des Spieles, sang dann noch die Gerade das „Hackebeil Lied“, Gänsehautfeeling in der Kreisklasse I. Nachdem die Mannschaft standesgemäß für den ersten Tabellenplatz gefeiert wurde, begann der Abmarsch Richtung Straßenbahn.

Nun sitze ich hier vor meinem Rechner und lasse den vergangenen Sonntag Revue passieren. Aber ich kann immer noch nicht sagen was uns antreibt und motiviert. Nur eins kann ich mit Gewissheit sagen: „ohhh Chemie Leipzig du bist unser leben“.

Baba (der Numider im Ausguck)
Green Bastards Chemie Leipzig

Fotoquelle: http://www.chemie-leipzig.de/galerie/cpg1418/thumbnails.php?album=104

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