Donnerstag, 8. September 2011

Spielbericht SG Lummerland - Roter Stern Leipzig

04.09.2011
2.Runde Sachsenpokal
SG Lummerland – Roter Stern Leipzig
Ergebnis: 10 : 0
Zuschauer: 1278 (400 Gäste und x Chemie Leipzig)
Tore: Martin Rießbeck (7.), Andy Müller (34. 42. 49. 90.), Jan Schöbe (54.), Jan Matzeck (67.), Rene Ledwoch (77. 89.)

Die roten Horden aus dem Süden werden kommen und alles nieder brennen...“ oder wie auch immer hätte meine Einleitung beginnen sollen. In diversen Internetforums wurde der Untergang des Abendlandes prophezeit. Sowie der längst von den Rängen und Traversen der BSG verdrängte Spruch „Nur ein Leutzscher ist ein Deutscher“ feierte sein Comeback. Das dabei das sportliche in den Hintergrund geriet, brauch ich wohl nicht anzumerken. Aus Sicherheitsgründen wurde das Spiel kurzerhand ins AKS verlegt, was keine schlechte Endscheidung war. 



Die Anreise am Spieltag selbst war kein Problem, ein großer Teil der Fans vom Roten Stern reisten mit der Straba an. Während ich selbst das Auto bevorzugte. Dabei konnte ich mir das SGL Publikum, auf dem Parkplatz vom nahen anschauen. Dabei fiel mir sofort auf, das der Altersdurchschnitt ziemlich hoch war, im Vergleich zu unserer BSG. Das betreten des Gästeblock wurde mir für 5 Ois gewährt und die Kontrolle war angemessen. Mit rund 400 Personen teilte ich mir den Block, wobei es auf der Seite der SGL, kaum mehr als 500 Fans gewesen sein dürfen. Die vielen Gegentore schockt zwar schon, doch der Spiel bezogene support der Sterne war heute recht gut. Wobei immer wieder lustige und provokante Lieder den Weg auf dem Platz fanden. Der Anhang der SGL glänzte im gegenzug mit Führerlied und antisemitischen Sprüchen. Das sich mittlerweile Stadtbekannte Neonazis in den Reihen der SGL befinden ist auch kein Geheimnis mehr. Während der 1. Halbzeit gab es vorm Stadion noch eine kleine Handgreiflich, ob es sich dabei um Personen aus dem blau-gelben Lager handelte, blieb mir verborgen. In der 70. Minute kam dann Bewegung in die Sache, bei Fanlager rannten aufeinander zu. Nur der Trennzaun und eine Polizeikette trennte sie von einander. Provokationen würden Lautstark ausgetauscht und einzelne Personen gestikulierten wild. Dabei konnte ich auch den Kühnengruß erkennen. Am ende beruhigte sich die Situation aber wieder recht schnell. Sportlich gesehen gewann heute die SGL verdient, doch fantechnisch gesehen ist das was heute die SGL abgeliefert hat: unterste Schublade! Da darf man auf das grün-weiße Derby im November gespannt sein.

Sympathie für Roter Stern und Chemie!

Baba (der Numider im Ausguck)
Green Bastards Chemie Leipzig

Fotoquelle: http://roter-stern-leipzig.de/spiel2193.html http://nachrichten.lvz-online.de/gestaltete-specials/knipser/sg-leutzsch/fans-von-roter-stern-beklagen-rechtsradikale-stimmung-bei-sgll--engel-schlechte-verlierer/r-sg-leutzsch-a-104227-0.html

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