Mittwoch, 9. Mai 2012

BSG Wismut Aue – VfL Bochum

06.04.2012 34.Spieltag 2.Bundesliga
Ergebnis: 2:1
Zuschauer: 12.500 (ca. 250 Gäste)
Tore: 1:0 René Klingbeil (6.), 1:1 Pierre Le Beau (57.), 2:1 Skerdilaid Curri (66.)

 
Den 2 zu 0 Sieg unserer Mannen im AKS noch zugejubelt, fand ich mich Samstagnacht kurz vor Karl-Marx-Stadt wieder. Nach reichlich Bier und einer Flasche Froschscheiße quälte ich mich in den Bus der mich zu meiner Schlafstätte bringen sollte. Endstation Hauptbahnhof, die leere Flasche Schnaps obligatorisch im Bus liegen lassen. Erster Gedanke „fuck es nieselt noch immer“ und der zweite folgt gleich darauf „wo kriege ich um diese Zeit noch Brühe her?“ in dieser Stadt, um diese Zeit. Zum Glück weiß der Kollege Rat und die nächste Tanke ist nicht weit. Die Nacht endet für mich nach reichlich Suff um 3 Uhr auf der Couch.

Ich wache auf, wieder einmal viel zu wenig Schlaf, der Kollege und seine Freundin sind schon lange auf Achse. Schnell noch einen Cappuccino getrunken und auf dem Weg zum Bahnhof das erste Bier vernascht. Sich in den viel zu kleinen Peugeot gequetscht und gen Aue gerast. Am Stadion wartet schon der Randberliner und seine Freunde auf mich, es dauert nicht lange und ich habe Karte und Bier in der Hand. Sehr fein. Die Kontrollen auch kein Problem für mich und ich betrete das volle Stadion. Das Wetter ist nicht besser geworden und es liegt alles in einem nass feuchten Nebel. Mich quält der Hunger, Nudeln und Erdbeersekt geordert. Jetzt wäre der Punkt für mich auf zuhören, doch die Einladung die Gäste kurz zu Besuchen lehne ich nicht ab. Ich blicke in den Gästesektor, nur Kinder und alte Männer die ihre besten Jahre hinter sich haben. Dennoch alle sehr Freundlich, bis auf einer mit riesiger Bildungslücke. „Bist du mit Auto hier?“ „Nein man, ich bin Pole?“ „Was ist mit EM?“ „EM??? Bin ich Jude oder was?“ Zeit zu gehen bevor Alkohol und Schlafentzug mich platzen lassen. Stehe im P-Block etwas Abseits um nicht auf zufallen. Trotzdem werde ich gemustert, zum Glück gesellt der Randberliner sich zu mir. Das Spiel beginnt, Choreo und Support das üblich nichts Innovatives. Aber ist es nicht genau das was uns jedes Wochenende in die Stadien zieht! Bin weiter am Bier trinken, am ende steht es 2 zu 1, Klassenerhalt. Freude im ganzen Stadion, teilweise sogar handfeste Freude, seltsam diese Bergbewohner.


Nach noch mehr Bier und Steak geht es zum Bahnhof. Ticket gelöst, keiner will mit auf das WE-Ticket, Zug kommt, das übliche halt. Im Zug dumme Gesichter, haben die uns enttarnt? Egal ich bin viel zu müde zum Streiten, sollen sie sich mit der NSU kloppen. Halb 7 wieder in L.E. und total zerstört laufe ich Nachhause.


Schwibbogenmafia
Danke an den Randberliner und die Meute aus dem Gebirge

Fotoquelle: http://www.veilchenpower.de/

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