Dienstag, 19. März 2013

Arthur Heidrich


Nach langer Pause hat die „Brigade-Max-Haferkorn“ ihre Arbeit wieder aufgenommen 
und möchte sich im nachfolgenden Text mit einem recht unbekannten Leipziger Widerstandskämpfer beschäftigen. Nämlich mit Arthur Heidrich.

Neben Hamburg und Berlin war Leipzig in den 20iger und 30iger Jahren des 20.Jahrhunderts eine
Hochburg der Sozialdemokraten_innen und Kommunisten_innen. Was sich auch nach der Machtergreifung der Nationalsozialisten 1933 nicht so schnell änderte. Während sich ein großer Teil der wohlhabenden nicht Jüdische Bürgerschicht mit der Situation arrangieren. Lehnte die Arbeiterschicht (traditionell links gerichtet) das NS-Regime ab. Was sich unter anderem auf die Mitgliederstärke der NS-Organisationen (Jungvolk, HJ, BDM...) bemerkbar machte.Viele lehnten den Nationalsozialismus ab, doch nur wenige setzten sich aktive gegen den Faschismus ein.

Sowie Arthur Heidrich, der bereits 1933 im Widerstand aktiv war. Geboren wurde er am  2.Juli.1900 in Leipzig-Burghausen. Nachdem 1.Weltkrieg war er Mitglied der USPD und 
ab 1921 dann Mitglied bei der KPD. Für die er dann auch von 1929-1932 im Gemeinderat saß. Ab 1933 Leitete er eine illegale Widerstandsgruppe und wurde für seine Arbeit am 6. April 1936 zu 5 Jahren Zuchthaus wegen Hochverrates Ver- urteilt. Bereits am 4.Juni 1936 verstarb er im Zuchthaus Waldheim (30 km nördlich von Chemnitz), was sich heute noch als JVA in betrieb befindet. Beigesetzt wurde er auf dem Friedhof in Leipzig-Gundorf.

Heute erinnert an ihn eine Gedenktafel an seinem Geburtshaus (Dorfplatz 21), sowie der gleichnamige Platz im Ortskern. Dorf befindet sich auch ein Denkmal für Verfolgte des Naziregimes (VdN).

Im stillem Gedenken,
Brigade-Max-Haferkorn

Quellenangaben:
Die Leipziger Meuten von Sascha Lange, Passage Verlag
ISBN 978-3-95415-001-4
http://de.wikipedia.org/wiki/Burghausen_(Leipzig)
http://home.arcor.de/hans-dieter.hauschild/burghausen/denk02.html

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