Montag, 9. März 2015

BSG Chemie Leipzig – 1.FC Union Berlin

01.03.2015
Benefizspiel für den AKS
Ergebnis: 0 : 0
Alfred-Kunze-Sportpark
Zuschauer: 4287 (1.500 Gäste)

Traditionsspiel steht auf den Plakaten im Viertel, die ich nach einer viel zu kurzen Nacht erblicke. Es ist Sonntagmorgen und ein grauer Himmel begrüßt mich, es regnet und auf meinem Weg zum Sportpark klingel unentwegt mein Telefon. Kannst du mich Abholen? Stehen im Stau! Die Bullen stressen! Es ist noch nicht mal halb Zehn und ich habe schon die Schnauze voll. Der Sieg von Eilenburg steckt mir noch in den Knochen. 
Oder war gestern Abend, doch das letzte Bier schlecht? All das jammern hilft nicht, den Heute ist Union zu Gast. Scheiß Union wird der eine sagen, scheiße vielleicht, doch irgendwie waren mir die Eisernen schon immer sympathisch.

 Der Underdog aus Berlin, totgesagt und wieder auferstanden. Ein Verein wo der Fan noch als Fan gilt und nicht als Kunde/Konsument. Meine Gedanken werden unterbrochen als ich an die Geschäftsstelle komme, alle scheinen beschäftigt zu sein. Kurzerhand die Aufgaben verteilt und ab zum Gästeblock. 
Die ankommenden Massen begutachten. Trotz Mottofahrt „unter 1,0 Promille fahren wir nicht nach Leutzsch“ verhielten sich die Gäste besonnen und regelrecht überfreundlich. Das kannte ich noch anders. Die Zeit verging wie im Flug und das Intro folgte, 'Schere' machte den Ehrenanstoß. Während ihn Nebelschwaden umwogten. Zieht euch die Bilder rein, einfach nur utopisch was da ab ging. Natürlich durfte an so einem Tag nicht die Presse fehlen, kein Ding für mich. Es war gut für unsere Außendarstellung und ich gehe auch bei dem Wort „Fußballfest“ mit. Aber wer zur Hölle hat G.Schäfer rein gelassen? Nur zur Info: Guter Guido, das Bier auf deinen Schuhe war Pisse! Apropos Pisse, NEIN das Thema mit den männlichen Würstchen im Gästeblock lasse ich jetzt lieber.
Es folgten 60 Minuten Gänsehaut, Pyro und Ekstase. Die Jungs und Mädels aus Köpenick überzeugte mit einer guten Lautstärke, wo aber noch Luft nach oben gewesen wäre. Auf Heimseite musste man gegen den Wind ansingen und verschaffte sich dennoch Gehör. Auch das Tifo im Retro-Styl wusste zu gefallen. Es hätten sich aber ruhig noch mehr Chemiker auf dem Norddamm einfinden können. So musste die ein oder andere Lücke mit grünem Rauch gefüllt werden. Nachdem Abpfiff bleibt zu sagen: Danke Union, danke Chemie, für einen geilen Fußballvormittag. Welche beiden Vereine bringen bitte Sonntag um 11Uhr, 4.200 Menschen zu einem Benefizspiel zusammen? Leipzig-Leutzsch lebt und in der Stadt werden sich einige Personen schwarz geärgert haben.

Union, Union Sowjetunion!
Baba (der Numidier im Ausguck)
Green Bastards – Chemie Leipzig

Fotoquelle: http://diablos-leutzsch.net/benefizspiel-1415/

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