Dienstag, 3. Juli 2018

Sächsisches Polizeigesetz stoppen!


Die geplante Verschärfung des sächsischen Polizeigesetzes hält eine Reihe von Schweinereien für die Bürger*innen im Freistaat bereit: Ob es nun um die Ausweitung von Videoüberwachung oder das Ausspionieren von Telekommunikationsdaten geht, klar sollte sein, dass diese Ausweitung von Kontrolle und Überwachung uns alle angeht – und zwar nicht nur als Ultras oder aktive Fußballfans, sondern als kritische denkende Bürger*innen Geplant ist darüber hinaus die Aufrüstung der Polizei mit militärischen Waffen und geheimdienstlichen Befugnissen. In anderen Bundesländern wurde die Verschärfung des jeweiligen Polizeigesetzes entweder bereits umgesetzt (Bayern), oder befindet sich derzeit in Arbeit (NRW). Es liegt also an uns die derzeitigen Entwicklungen hin zur weiteren Autoritatisierung dieses Staates zu verhindern!

Ein erster Schritt kann das Unterzeichnen dieser Petition gegen das neue sächsische Polizeigesetz sein: https://weact.campact.de/petitions/grundrechte-schutzen-neues-polizeigesetz-in-sachsen-verhindern

Doch darüber hinaus wird noch deutlich mehr Druck auf die Innenminister aufgebaut werden müssen, um die Einschränkungen unserer Freiheiten und Rechte zu verhindern.

Weitere Informationen:
Polizeigesetz stoppen! (http://www.polizeigesetz-stoppen.de)
Initiative für Versammlungsfreiheit Leipzig (https://vsfreiheit.blogspot.com)

Donnerstag, 17. Mai 2018

Gedanken zum Abstieg


Was wir in dieser Saison erlebt haben, wird uns niemand mehr nehmen können. Egal, ob es die Derbys gegen das Pack aus Probstheida, unsere Spiele in Cottbus, beim BFC oder in Babelsberg waren. Egal, ob unser Sieg gegen Zwickau, der Sonderzug nach München oder das Benefizspiel gegen die Schalke Amateure. Diese Momente haben uns geprägt, unser Selbstbewusstsein gestärkt, uns die verdammte Gewissheit gegeben: Chemie ist wieder wer!
Da ist es (fast) egal, ob wir in der nächsten Saison wieder in der Oberliga antreten müssen. Was wir, was unser Verein, unsere Kurve und unsere Mannschaft geschafft haben wiegt mehr als ein mittelfristiger sportlicher Misserfolg. Wir haben die Zeiten nicht vergessen, in denen unser Team in der 3. Kreisklasse antreten musste. Sich nach oben kämpfte. Bis wir zurück in unserm AKS waren. Bis der Durchmarsch von der Sachsen- bis in die Regionalliga geglückt war. Bis wir zweifelsfrei allen klar gemacht haben:
Genau das ist sie, die Leutzscher Legende! Ein kleine Rückschlag wie der zeitweilige Abstieg in die Oberliga wirkt dagegen beinahe nachrangig. Wir steigen zwar ab, doch wir stehen immer wieder auf!

GREEN BASTARDS - CHEMIE LEIPZIG



Mittwoch, 14. März 2018

Erklärung Spruchband

http://diablos-leutzsch.net/wp-content/uploads/2018/03/8.jpg

Bereits seit dem 20. Januar diesen Jahres attackiert das türkische Militär den unter kurdischer Selbstverwaltung stehenden Distrikt Afrin in Nordsyrien. Diesbezüglich haben wir als GB & GSB ein Solidaritätsspruchband mit der kurdischen Bewegung im Stadion präsentiert. Doch warum ist das Thema für uns Ultras relevant? Erdogan produziert mit seinen militärischen Machtbestrebungen weitere Fluchtursachen, die es zu bekämpfen gilt. Wer hier vor Ort Geflüchteten hilft oder sich als antirassistisch versteht, sollte auch die vielfältigen Gründe verstehen warum die Menschen aus dem Nahen Osten fliehen müssen. Zeitgleich stellt der kurdische Versuch einer basisdemokratischen Selbstverwaltung mit Frauenrechten, Multiethnizität und solidarischem Zusammenleben einen der wenigen Hoffnungsschimmer fortschrittlicher Alternativen zu IS, anderen Milizen und dem Assad-Regime in der Region dar. In diesem Sinne: SAVE AFRIN!

Dienstag, 23. Januar 2018

TSV 1860 München vs. BSG Chemie Leipzig

13.01.2018
Benefizspiel
Ergebnis: 1:0
Grünwalder Stadion
Zuschauer*innen: 5.450 (ca. 800 Chemiker*innen)

Am vergangenen Samstag war es also soweit. Die Sonderzugfahrt zum Benefizspiel gegen den TSV 1860 München stand an. Mit schläfrigen Augen ging es irgendwann morgens kurz nach 7 mit dem Bus Richtung Treffpunkt. Unterwegs gab es ein kleines Frühstück beim Bäcker und nachdem wir am Treffpunkt angekommen waren, ging es auch schon bald weiter zum Hauptbahnhof. Dort standen wir uns noch ein bisschen die Beine in den Bauch bis schließlich der Zug kam. Zunächst irrten wir dann erst einmal etwas planlos umher, bevor wir uns letztendlich um und hinter der Theke des Partywaggons niederließen. Sollte unsere Schicht hier ursprünglich die Hälfte der Hinfahrt andauern, gaben wir den Job am Ende nicht mehr her und verkauften die Getränke und Brötchen nicht nur auf der kompletten Hinfahrt sondern auch auf der Rückfahrt wurden hier von uns die durstigen Kehlen gestillt. Dafür nochmal ein dickes Lob an die Beteiligten! Die Hinfahrt vertrieb ich mir dann größtenteils mit quatschen und Cider trinken, während viele Andere sich am Kreuzworträtsel der Georg-Schwarz-Brigade versuchten. Die Girls and Boys der GSB hatten sich ein Gewinnspiel einfallen lassen, um noch ein paar Euros mehr in die Flutlichtkasse zu spülen. Am Ende kamen wohl etwas über 700€ zusammen. Grazie, Raggazzi!
 In München angekommen ging es singend und leider auch grölend durch den Hauptbahnhof um unsere U-Bahn Richtung Wettersteinplatz zu besteigen und einige Minuten später verließen wir die U-Bahn-Station und fanden uns auf eben diesem Platz wieder. Dort fanden sich auch die individuell angereisten Chemiker*innen ein und gemeinsam liefen wir die etwa 200 Meter zum Gästeeingang des Grünwalder Stadions. Dort wurde es kurz hektisch, da sich wohl einige wenige dazu entschlossen hatten, das Führerlied anzustimmen. Die Polizei war aber präsent und daher entwickelten sich keine größeren Abenteuer.
Als Intro gab es auf Gästeseite grüne und weiße Luftballons, welche eigentlich leuchten sollten, was aber leider gar nicht zur Geltung kam und einen großen Doppelhalter mit dem Logo der Aktion "Flutlicht für Leutzsch". Die Münchner hatten da klar die Nase vorn. Sie zeigten goldene und grüne Folien und am Zaun ein Banner auf dem verschiedene Bilder mit Goldrahmen abgebildet waren. Später wurde darüber der Spruch "Seht, das ist das Werk eurer Väter - Haltet es in Ehren" gezeigt. Hinterm Stadion wurden zudem Raketen abgeschossen, was vielleicht nicht originell aber dennoch beeindruckend war. Auch in Sachen Lautstärke waren uns die Löwen all zu oft überlegen, wobei das auch getrost auf das Dach geschoben werden kann (Anm. d. Red. Man kann jetzt auch den Kümmel, aus dem Käse picken. So leise war es jetzt auch nicht) unter dem sie standen, wenn man nach Ausreden sucht. Nichtsdestotrotz hatte ich großen Spaß am Spiel und am Support unserer Mannschaft, auch wenn das Spiel am Ende verloren ging. Der einzige Punkt des Abends, mit dem ich mich nicht anfreunden kann, war das oftmals unkoordinierte Singen. Da können sich Vorsänger und Trommler noch so viel Mühe geben, wenn es Leute gibt, die lieber Rumgrölen als gemeinsam zu singen und einen geschlossenen Support abzuliefern. Schade.
Nach dem Spiel bedankten wir uns noch gebührend bei der Mannschaft und dann ging es auch schon wieder zurück zum Hauptbahnhof. Alle rein und Abfahrt. Jetzt wurde dann auch der Wodka und verschiedene andere erheiternde Substanzen ausgepackt und die Tanzfläche füllte sich nach und nach. Die Zeit verging wie im Flug und so etwa gegen 3 Uhr Nachts trudelten wir im Leipziger Hauptbahnhof ein.
Für mich ging damit ein toller Tag, ein großartiges Erlebnis und auch mein erstes Mal Westdeutschland mit Chemie zu Ende.
Wieder ein paar Euro mehr auf dem Flutlichtkonto.

Nur noch Chemie!